
Jl FilpoC · CC-BY-SA-4.0
Der Sturz des Phaeton
Details
Die Geschichte
In der oberen rechten Ecke dieser Leinwand steht in Schwarz: VAN AEYCK, f. Der Eintrag des Museums hält fest, dass die Hand womöglich nicht die des Malers ist. Die Kunsthistorikerin Svetlana Alpers, die die einzige vollständige Studie zu diesem Auftrag geschrieben hat, wandte ein, der Name sei nicht so geschrieben, wie der Mann ihn selbst geschrieben hätte, und diese Inschrift wie zwei weitere derselben Serie seien wohl erst in Madrid hinzugefügt worden, nachdem die Kisten aus Antwerpen eingetroffen waren. Dazu passt ein Brief vom April 1637. Der Kardinalinfant Ferdinand, Bruder Philipps IV. und Statthalter in Flandern, schreibt dem König, er schicke das Originalverzeichnis zurück, das mit den Namen der Maler gekommen sei, die die Bilder nach Rubens' Entwürfen ausgeführt haben.
Die Namen reisten also auf Papier, getrennt von der Farbe. Diese Leinwand wird Jan Carel van Eyck zugeschrieben, den der Prado auf 1610 bis 1685 datiert und der regelmäßig mit einem anderen van Eyck verwechselt wird, der zur selben Zeit in Antwerpen arbeitete. Er vergrößerte eine kleine Skizze von Rubens für ein königliches Jagdhaus vor Madrid. Phaethon hatte seinen Vater überredet, ihn einen Tag lang die Sonne lenken zu lassen, und der Blitz Jupiters trifft ihn, während Wagen und Pferde stürzen. Rechts bricht die Komposition früher ab als bei Rubens. Dessen Skizze liegt heute in Brüssel.