
Paolo Veronese · PD
Die Auffindung des Moses
Details
Die Geschichte
Veronese führte eine der geschäftigsten Werkstätten Venedigs, und manche Stoffe gefielen so gut, dass er sie wieder und wieder malte. Die Auffindung des kleinen Mose im Schilf war einer davon. Mindestens acht Fassungen kamen aus seiner Werkstatt, und diese, kaum einen halben Meter hoch, gilt als die schönste von allen. Die Geschichte ist alt und ägyptisch. Alles, was Veronese darum herum anordnet, ist das Venedig um 1580. Die Tochter des Pharao und ihre Begleiterinnen tragen die schillernde Seide und die Perlen reicher Venezianerinnen seiner Zeit, vor einer fernen Brücke und einer kühlen, fast nordisch wirkenden Landschaft. Kabinettbilder wie dieses machte man mit Absicht klein, zum Nahebetrachten und Herumreichen in einem privaten Raum, nicht zum Hängen hoch über einem Altar.




