
Die fünf Sinne und die vier Elemente
Details
Die Geschichte
Den Tisch kann man wie ein Rätsel lesen, in dem neun Lösungen versteckt sind. Für das Gehör stehen die Laute, eine kleine Flöte, das Flageolett, und ein Notenblatt. Für das Sehen stehen Spiegel und Weinglas, für den Geruch die Blumen, für den Geschmack das Obst und für den Tastsinn Mörser und Stößel sowie ein hölzernes Rasierkästchen. Die vier Elemente laufen daneben mit. Die Erde ist das Gemüse, das Feuer das Kohlebecken, das Wasser die Kanne, die Luft sind der Blasebalg und ein Paradiesvogel, von dem die Europäer damals glaubten, er verbringe sein ganzes Leben im Flug. Die Form geht auf flämische Stillleben des frühen 17. Jahrhunderts zurück. Die Leinwand selbst hat eine moderne Geschichte. Das Kunstmuseum von Algier kaufte sie um 1957, und seit 1970 wird sie als Depositum im Louvre aufbewahrt, geregelt durch ein französisch-algerisches Abkommen von 1968.