
Workshop of Diego Velázquez · PD
Der Tritonenbrunnen im Inselgarten von Aranjuez
Details
Die Geschichte
Dieses Bild hing in dem Palast, dessen Garten es zeigt. Aranjuez liegt am Tajo, gut 40 Kilometer südlich von Madrid, und der Hof verbrachte dort jeden Frühling etwa einen Monat. Für einen Raum im Palast selbst wurde die Leinwand gemalt, zusammen mit weiteren Ansichten königlicher Gärten, damit die Natur draußen drinnen weiterging. Zu sehen ist der Tritonenbrunnen, den Philipp IV. im Zuge einer um 1654 begonnenen Kampagne für die palastnahen Gärten errichten ließ. Er besteht aus Marmor, hat drei Becken und wurde 1657 eingeweiht, wie eine Inschrift an seinem Fuß angibt. Die Tritonen, halb Mensch, halb Fisch, sitzen im untersten Becken und haben ihm den Namen gegeben. Wie groß die Anlage war, zeigt der Größenunterschied zu den Spaziergängern im Vordergrund, die ganz klein daneben wirken. Der Prado datiert die Leinwand nach 1657 und schreibt sie nicht Velázquez zu. Im 19. Jahrhundert galt sie zeitweise als sein Werk, heute nennt das Museum Maler aus seinem Umkreis, seinen Schwiegersohn Juan Bautista Martínez del Mazo oder Benito Manuel Agüero. Den Brunnen selbst baute man 1846 ab und im Campo del Moro neben dem Madrider Königspalast wieder auf.




