
Der Großwesir überquert den Atmeydanı (Pferdeplatz)
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Die Geschichte
Aus der Vogelschau blickt Vanmour auf den Atmeydanı, den „Pferdeplatz“ von Istanbul. Früher war das das Hippodrom von Konstantinopel, die Rennbahn der Byzantiner, und ihre Denkmäler stehen noch immer in der Mittelachse: der ägyptische Obelisk, den Kaiser Theodosius im 4. Jahrhundert aufstellen ließ, die bronzene Schlangensäule aus Delphi und ein zweiter, gemauerter Obelisk. Links erhebt sich die Sultan-Ahmed-Moschee, damals die einzige der Stadt mit sechs Minaretten. Der lange Zug gehört dem Großwesir. Er reitet zum Freitagsgebet von seinem Palast auf der rechten Seite hinüber zur Moschee, und sein Stellvertreter führt die Prozession an. Die sechs Leibwächter in grünen Jacken mit vergoldeten Gürteln hat Vanmour um gut zwei Köpfe größer gemalt als die übrigen Diener. Hinter ihnen tragen zwei Männer einen Teppich und ein Kissen, damit der Wesir beten kann, falls ihn der Gebetsruf noch unterwegs erreicht.




