
Andrea Mantegna · CC0
Die Heilige Familie mit der heiligen Maria Magdalena
Details
Die Geschichte
Um 1495 stand Andrea Mantegna schon seit Jahrzehnten im Dienst der Gonzaga, der Herren von Mantua, umgeben von den römischen Altertümern, die er leidenschaftlich sammelte und studierte. Diese Leidenschaft ist auch diesem Spätwerk anzumerken. Er drängt Maria, Josef, das Christuskind und die heilige Maria Magdalena in einen sehr engen Ausschnitt, die Köpfe fast aneinander, die Gestalten so fest modelliert, dass sie wie gemeißelt wirken. Forscher vermuten, dass er die Idee von römischen Grabreliefs übernahm, auf denen die Angehörigen einer Familie Schulter an Schulter im Stein zusammenstehen. Er malte nicht in Öl, sondern in Leimfarbe, das Pigment mit Leim gebunden, die matt auftrocknet und ihm diese scharfen, plastischen Konturen erlaubte. Die ganze Szene misst kaum mehr als einen halben Meter.




