
Die Heilige Jungfrau, Herrscherin des Lebens
Details
Die Geschichte
Der Titel benennt einen wirklichen Ort. Vor den Mauern Konstantinopels entsprang eine Quelle, deren Wasser als heilkräftig galt. Die Überlieferung erzählt von einem Soldaten namens Leo, dem die verborgene Quelle gezeigt wurde, der später Kaiser wurde und eine Kirche darüber baute, sodass jahrhundertelang Pilger nach dem Wasser kamen. Ikonen dieses Typs, die Lebensspendende Quelle, machen aus jener Quelle ein Bild. In der Mitte steigt die Gottesmutter aus einem Marmorbecken auf, das Christuskind auf dem Arm, und das heilende Wasser strömt aus dem Becken unter ihr. Um 1300 gemalt, trug diese Tafel den Gedanken weit fort von der Hauptstadt, in Kirchen, wo eine örtliche Quelle oder ein Gefäß mit Weihwasser an dasselbe Versprechen geknüpft werden konnte. Das Fest dazu fällt noch heute auf den Freitag nach Ostern, in die hellste Woche des orthodoxen Jahres.




