
Der ungläubige Thomas
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Die Geschichte
Lyon war in den 1540er-Jahren der wichtigste Bankplatz Frankreichs, und viel von dem Geld dort kam aus Florenz. Florentiner Kaufleute und Bankiers lebten in der Stadt und hatten in der Dominikanerkirche Notre-Dame de Confort eine eigene Kapelle. Für diese Kapelle bestellte einer von ihnen, der Bankier Tommaso Guadagni, Berater König Franz’ I., dieses Altarbild. Salviati malte es Mitte der 1540er-Jahre in Florenz, dann ging es über die Alpen. Christus trägt die Fahne der Auferstehung. Thomas, der Apostel, der erst glauben wollte, wenn er die Wunden berührt hätte, kniet neben ihm und blickt ihm ins Gesicht, dahinter drängen sich die anderen Jünger. In Lyon blieb das Bild, bis es 1790 in der Revolution beschlagnahmt wurde, vier Jahre später kam es in den Louvre. Gemalt wurde es auf Holz, inzwischen ist es auf Leinwand übertragen.



