
Antonio de Pereda · PD
Der Traum des Ritters
Details
Die Geschichte
Ein junger Edelmann ist in seinem Sessel eingeschlafen, und die ganze rechte Bildhälfte ist sein Traum. Aus dem Dunkel tritt eine geflügelte Gestalt und entrollt ein Spruchband, und auf dem Tisch häuft sich, wonach die Menschen jagen: die Papsttiara und Königskronen, Waffen, Goldmünzen, Juwelen, Bücher, eine Theatermaske. Dazwischen liegen zwei Schädel, eine erloschene Kerze und eine Uhr, Mahnungen, dass alles endet. Es ist ein Vanitas, eine spanische Spezialität des 17. Jahrhunderts, gemalt zu einer Zeit, als die Prediger der Gegenreformation auf dem desengaño beharrten, jenem harten Erwachen aus den Illusionen der Welt. Über das Spruchband läuft ein lateinischer Wahlspruch, der sagt, dass es auf ewig verwundet, rasch fliegt und tötet, und buchstabiert so die Lektion, die der Schläfer noch lernen muss.
