
Der große Wald
Details
Die Geschichte
Magnasco hat diesen Wald so gebaut, dass er die Menschen darin verschlingt. Sucht man die Gestalten, findet man sie schließlich, ein paar Mönche und Einsiedler, nicht größer als das Unterholz, erdrückt von Bäumen, die sich blähen und winden, als atmete der Wald. Er arbeitete zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Mailand und Genua, man nannte ihn il Lissandrino, und er hatte eine Malweise, die zu dem Spitznamen passte, rasche, flackernde Striche und plötzliche Lichtblitze, die alles ins Unruhige rücken. Das ist keine Landschaft, in die man hineingehen und sich zurechtfinden könnte. Die Einsiedler haben sich in die Wildnis zurückgezogen, um mit der Schöpfung allein zu sein, und das Bild ergreift ihre Partei, indem es die maßlose, verwilderte Wucht des Ortes auf sie drücken lässt. Diese hohen, laubschweren Bäume sind der eigentliche Gegenstand, gemalt fast ohne Interesse daran, wie ein wirklicher Baum aussieht.