
Lucas Cranach the Elder · PD
Das Martyrium der heiligen Barbara
Details
Die Geschichte
Um 1510 malte Cranach diese Tafel in Wittenberg, wo er Hofmaler des Kurfürsten von Sachsen war, in einer kleinen deutschen Stadt, die bald zum Zentrum der Reformation werden sollte. Sieben Jahre später würde Martin Luther, der dort lebte, seine Thesen anschlagen, und Cranach, sein enger Freund, würde zum großen Bildschöpfer des neuen Glaubens. Doch das liegt noch in der Zukunft. Hier malt er eine alte katholische Geschichte: Barbara, das Mädchen, das ihr heidnischer Vater in einen Turm sperrte und dann, als sie Christin wurde, zur Hinrichtung hinauszerrte. Sie kniet im Vordergrund in einem feinen Gewand, die Hände gefaltet, während ihr eigener Vater hinter ihr das Schwert hebt. Die Legende erzählte, ein Blitz habe ihn im selben Augenblick erschlagen. Cranach kleidet die ganze Szene in die Trachten und Hügel seines Sachsen.




