
Die mystische Vermählung der heiligen Katharina
Details
Die Geschichte
Wer diese kleine Leinwand gemalt hat und wann, weiß niemand. Sicher ist nur ihr Vorbild, eine Holztafel von Correggio im Museo di Capodimonte in Neapel, etwa 28 Zentimeter hoch. Die Bostoner Kopie wiederholt sie fast in derselben Größe, mit 26 Zentimetern. Das Original erscheint 1596 in einer Liste der Bilder von Barbara Sanseverino, einer Adligen aus Parma, als klein, aber von äußerster Schönheit, und gelangte später an die Farnese. Das Christuskind auf dem Schoß der Mutter steckt der heiligen Katharina von Alexandrien einen Ring an den Finger, das ist ihre mystische Vermählung. Weitere Kopien des Neapler Bildes sind erhalten, eine davon in der Eremitage in Sankt Petersburg. Dieses Exemplar gehörte Professor Henry Williamson Haynes und kam 1912 als Schenkung aus seinem Nachlass ins Museum, zunächst als norditalienisches Gemälde verzeichnet. Heute führt das Museum es als Kopie nach Correggio, nach der Tafel in Neapel.