
Die Auferweckung des Lazarus
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Die Geschichte
Mitte der 1550er Jahre war Michelangelo um die 80, er leitete noch immer den Bau von Sankt Peter, und ein Lob aus seinem Mund konnte in Rom eine Laufbahn begründen. Dieses Bild sah er im Palazzo di San Marco, dem heutigen Palazzo Venezia, und rühmte es öffentlich. Gemalt hatte es Girolamo Muziano, ein Maler aus der Gegend von Brescia, damals noch keine 30. Er signierte die Leinwand und schuf sie, wohl 1555, in Subiaco in den Bergen östlich von Rom, im Auftrag von Francesco Colonna, einem Erzbischof aus dem mächtigen römischen Adelsgeschlecht.
Das Thema ist die Erzählung aus dem Johannesevangelium: Lazarus liegt seit vier Tagen tot im Grab von Bethanien, als Christus ihn herausruft. Muziano breitet die Szene über fast viereinhalb Meter aus. Das Bild blieb ihm bis zuletzt verbunden. Nach seinem Tod 1592 hing es über seinem eigenen Grab in Santa Maria Maggiore, kam später in den Papstpalast auf dem Quirinal und von dort in die Pinakothek.