
Georges de La Tour · PD
Die büßende Magdalena
Details
Die Geschichte
Georges de La Tour arbeitete in Lothringen, einem kleinen Herzogtum, das in den 1630er Jahren vom Dreißigjährigen Krieg, von der französischen Invasion, von Pest und Hunger zerrissen wurde. Vor diesem Bild würde man das nie vermuten. Eine einzige Kerze erhellt die ganze Szene. Maria Magdalena sitzt im Dunkeln, eine Hand auf einem Totenschädel, ein schlichter Spiegel wirft die Flamme zurück. Der Schädel ist der Tod, der Spiegel die Eitelkeit, der sie entsagt, die Kerze ihre Wende zu einem geistlichen Leben. La Tour nimmt alles Übrige weg. Keine Landschaft, keine Menge, kein Vorfall, nur eine junge Frau, die sich neben einer Flamme zu einer schweren Entscheidung durchdenkt, während die Hälfte der Leinwand im Schwarz bleibt.




