
Pierre-Narcisse Guérin · PD
Die Rückkehr des Marcus Sextus
Details
Die Geschichte
Guérin stellte diese Leinwand im Salon von 1799 aus, als Frankreich der Schreckensherrschaft kaum entronnen war. Dem Katalog zufolge kehrt Marcus Sextus, den Ächtungen Sullas entkommen, nach Hause zurück und findet seine Tochter weinend am Bett der toten Gattin. Die Figur ist erfunden, einen Römer dieses Namens hat es nie gegeben. Doch das Publikum von 1799 brauchte keine Erklärung. In diesem Mann, der aus der Verbannung in ein zerstörtes Heim zurückkommt, erkannte es den französischen Emigranten, der vor der Revolution geflohen war und die Familie dezimiert, den Besitz geplündert vorfand. Das Bild machte Guérin über Nacht berühmt: Man krönte ihn mit Lorbeer und ehrte ihn mit einem Bankett, drei Jahre nach seinem Prix de Rome.



