Die Hirschjagd

Die Hirschjagd


Details

Jahr
1659
Technik
Öl auf Kupfer
Gattung
Gemälde
Maße
27 × 34,9 cm

Die Geschichte

Rund 150 Jahre lang gehörte diese kleine Kupfertafel zu einem fränkischen Schloss. Schon 1719 verzeichnet sie das Inventar des Lothar Franz von Schönborn, Fürstbischof von Bamberg und Erzbischof von Mainz, der sich gerade Schloss Weißenstein in Pommersfelden gebaut und dessen Galerie mit Gemälden gefüllt hatte. Ein dort 1746 gedruckter Katalog nennt das Bild eine Perforce-Jagd. Bei der Parforcejagd, dem Vergnügen der französischen und deutschen Höfe, hetzte eine Hundemeute einen Hirsch bis zur Erschöpfung, und die Reiter folgten im Galopp. Philips Wouwerman malte die Tafel um 1659 oder 1660 und ließ, wie das Museum betont, die Gewalt des Erlegens weg. Elegante Jäger sprengen dahin, die Hunde jagen voraus, die Hirsche fliehen, und das warme Licht unter dem pastellfarbenen Himmel erinnert an die erfundenen italienischen Landschaften, die damals in Holland so gefragt waren. 1867 verkauften die Schönborn-Erben das Bild in Paris, später besaß es der Earl of Dudley in London. 2002 erwarben es Rose-Marie und Eijk van Otterloo aus Marblehead bei Boston bei Sotheby's. Es hängt im Museum of Fine Arts als ihre versprochene Schenkung zugunsten des Zentrums für niederländische Kunst.

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