Die Gerbereien von Mantes

Jean-Baptiste Camille Corot · PD

Die Gerbereien von Mantes


Details

Museum
Louvre
Jahr
1873
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
61,2 × 42,8 cm

Die Geschichte

Gerben braucht fließendes Wasser, und in Mantes, an der Seine westlich von Paris, hatten sich die Gerber an der Vaucouleurs niedergelassen, einem Bach, der knapp unterhalb der Stadt in den Fluss mündet. Dort lagen die Häute monatelang in Gruben, Schicht um Schicht mit Eichenrinde. 1813 gab es in der Stadt fünf Gerbereien, 1842 war nur noch eine übrig. Corot malte diesen engen Hof im September 1873. Mauern steigen zu beiden Seiten auf, oben durch eine hölzerne Galerie verbunden, und das Licht fällt von einem weiß gekalkten Hintergrund herein. Unten zieht ein Mann mit roter Mütze eine rötliche Haut über den Boden, eine Frau trägt einen Korb auf dem Kopf, und zwei dunkle Gestalten stehen eng beieinander im Durchgang. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg endete das Gerben in Mantes, und der Bach fließt heute unter der Erde.

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