
Andrea Mantegna · PD
Maria mit dem Kind, Magdalena und Johannes dem Täufer
Details
Die Geschichte
Als Mantegna diese Szene gegen Ende des 15. Jahrhunderts schuf, war er Hofmaler der Gonzaga in Mantua. Er malte sie in Tempera auf Leinwand statt auf Holz, damit man sie zusammenrollen und verschicken konnte: im Grunde ein transportables Altarbild, für welche Kirche, ist unbekannt. Unter einem roten Baldachin hält Maria das Kind zwischen der Magdalena und Johannes dem Täufer. Die Magdalena hebt ihr Salbgefäß empor, dasselbe, mit dem sie den Leichnam Christi salben wird. Der Täufer ist ausgezehrt, die Haut gegerbt, unter dem Fellgewand treten die Knochen hervor. Und Maria legt ihr Gesicht an das ihres Sohnes, in einer Zärtlichkeit, in der schon die kommende Trauer anklingt.




