
Paolo Veronese · PD
Die Vision der heiligen Helena
Details
Die Geschichte
Helena war die Mutter des römischen Kaisers Konstantin, und die christliche Überlieferung schreibt ihr zu, im hohen Alter nach Jerusalem gereist zu sein und dort das Kreuz gefunden zu haben, an dem Christus gekreuzigt wurde. Maler zeigten sie gewöhnlich stehend und triumphierend daneben. Veronese, um 1580 in Venedig tätig, wählte den stilleren Augenblick davor. Sie schläft, sitzend, den Kopf in eine Hand gestützt, in einem kostbaren Seidengewand, während zu ihren Füßen ein kleines geflügeltes Kind das Kreuz emporhält, das sie erst noch suchen wird. Dass die Entdeckung sie im Traum erreicht, lange bevor sie zum vollendeten Sieg wird, war für die venezianische Malerei jener Zeit ungewöhnlich. Heute hängt das Bild in der Pinakothek der Vatikanischen Museen.




