
Anthony van Dyck · PD
Die Vision des seligen Hermann Joseph
Details
Die Geschichte
1629 war van Dyck nach acht Jahren in Italien wieder in Antwerpen und arbeitete für eine jesuitische Sodalität, der er selbst im Jahr zuvor beigetreten war. Dieser Hintergrund prägt das Bild. Dargestellt ist der selige Hermann Joseph, ein mittelalterlicher Prämonstratenser-Chorherr, der für seine Marienvisionen bekannt war. In dieser Szene nimmt Maria ihn in einer mystischen Vermählung an, während ein Engel seine Hand zu ihrer führt. Das Gemälde war für die Kapelle der jesuitischen Sodalität älterer Junggesellen in der Antwerpener Sankt-Ignatius-Kirche bestimmt, also für ein sehr bestimmtes Andachtsmilieu. Die Figur ganz links ist gelegentlich als Selbstbildnis van Dycks gedeutet worden, doch dafür gibt es keinen gesicherten Beleg.




