Die Kreuzerscheinung

Die Kreuzerscheinung


Details

Künstler
Giulio Romano
Jahr
1520
Technik
Fresko
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

Am 12. April 1520, sechs Tage nach Raffaels Tod, schrieb der venezianische Maler Sebastiano del Piombo an seinen Freund Michelangelo in Florenz. Er wollte den Auftrag, den Raffael hinterlassen hatte, einen großen Saal im Vatikan für Papst Leo X., und bat Michelangelo, bei Kardinal Giulio de' Medici, dem Vetter des Papstes, ein Wort für ihn einzulegen. Eine Zeit lang schien das zu wirken. Im September aber klagte Sebastiano, man habe ihm den Auftrag wieder genommen, weil Raffaels Gehilfen sich weigerten, ihm die Zeichnungen ihres Meisters zu überlassen.

Also malten die Gehilfen den Saal, und diese Wand, meist Giulio Romano zugeschrieben, kam als erste an die Reihe. Konstantin steht auf einem Podest und spricht zu seinem Heer, in der Haltung, in der römische Reliefs, etwa an der Trajanssäule, einen Kaiser bei der Ansprache an seine Truppen zeigen. Darüber tragen Engel das Kreuz durch den Himmel, dazu in griechischen Buchstaben die Worte In diesem siege. Rechts in der Ferne liegt ein rekonstruiertes antikes Rom mit dem Grabmal Hadrians am Fluss, und vorn rechts steht ein Zwerg, der Überlieferung nach Gradasso Berrettai, ein Hofnarr im Haus der Medici.

Gleich rechts neben der Szene wurde die allegorische Figur der Comitas in Öl direkt auf die Wand gemalt, und die jüngste Restaurierung hat sie als eigenhändiges Werk Raffaels bestätigt.

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