Die weiße Sklavin

Jean-Jules-Antoine Lecomte du Nouÿ · PD

Die weiße Sklavin


Details

Jahr
1888
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
146 × 118 cm

Die Geschichte

Auf dem Pariser Salon des späten 19. Jahrhunderts verkauften sich Haremsszenen bestens, und Lecomte du Nouÿ, ein Schüler Gérômes, malte 1888 sein bekanntestes Bild. Eine hellhäutige Frau ruht nackt auf Kissen, eine Zigarette in der Hand, über und über mit Schmuck bedeckt; neben ihr Reis, Fleisch, eine geschälte, in Viertel geteilte Orange und ein Glas Wein. Der Titel spielt auf den Handel mit europäischen Sklavinnen im Osmanischen Reich an, ein Thema, das Paris ebenso faszinierte wie beunruhigte. Fast alles hier ist im Atelier erdacht, aus der Vorstellung. Im Hintergrund dagegen waschen Dienerinnen Wäsche in einem Becken, eine wirkliche Arbeit, hinter all die erträumte Muße gestellt.

Bald fragst du zu allem nach, was du liest. Trag dich ein.