
Grab des Iti und der Neferu: Transport und Einlagerung von Getreide
Details
Die Geschichte
In der Ersten Zwischenzeit bedeutete Getreide Macht. Ohne eine starke Zentralgewalt, die Vorräte durch das Land verteilte, konnte eine schwache Nilflut Hunger bringen, und die Herren der Provinzen rühmten sich, ihre Leute ernährt zu haben. Anchtifi, ein Gaufürst, dessen Grab in el-Moalla liegt, nicht weit flussaufwärts von Gebelein, ließ auf seine Wände schreiben, ganz Oberägypten sei vor Hunger gestorben, in seinem Gau aber habe er niemanden verhungern lassen.
Dies ist das größte erhaltene Bild aus Itis Grab, mehr als zwei Meter breit, und es handelt vom Weg des Getreides. Esel tragen Säcke zu den Speichern, und die Lasten werden hinaufgeschafft und eingelagert. Im Grab sollte eine gemalte, sicher verwahrte Ernte den Toten für alle Zeit versorgen. Für Iti lag das Thema besonders nahe, denn zu seinen Titeln gehörte Schatzmeister des Königs, das Amt, dem genau solche Vorräte unterstanden.


