
Kanne mit Kleeblattmündung und Steinböcken
Details
Die Geschichte
Woher diese Kanne genau stammt, weiß niemand. Sie kam durch eine Beschlagnahmung ins Museum, und das Grab, in dem sie lag, ist verloren. Erhalten ist ihr Schmuck. Um den Hals läuft ein Flechtband, vom Fuß steigen Strahlen auf. Im Hauptfries zwischen Schulter und Bauch weiden vier Steinböcke mit gesenkten Köpfen, die Lücken zwischen ihren Beinen sind mit Dreiecken und Halbkreisen gefüllt. Darunter folgen ein Fries mit sieben Steinböcken und einer mit fünf und einer Gans, dazwischen gepunktete Rosetten.
Solche Ziegenfriese sind das Kennzeichen der ostgriechischen Keramik, die man deshalb Wildziegenstil nennt, und einige Züge hat der Maler korinthischen Vasen entlehnt. Gemacht wurde die Kanne trotzdem in Vulci in Etrurien, um 630 bis 620 v. Chr., und zwar von dem Maler, den man den Schwalbenmaler nennt.