
Andrea Mantegna · PD
Der Triumph der Tugenden
Details
Die Geschichte
Um 1500 richtete Isabella d'Este, die junge Markgräfin von Mantua, sich ein privates Studierzimmer ein, ein sogenanntes Studiolo, das sie mit Bildern über Gelehrsamkeit und Tugend füllte. Für diesen Raum schuf Mantegna gegen Ende seines Lebens diese dichtgedrängte Allegorie, nach einem Parnass von 1497 die zweite Leinwand für sie. Minerva, die Göttin der Weisheit, stürmt mit zerbrochener Lanze von links herein und treibt einen Schwarm von Lastern aus einem ummauerten Garten, Gestalten der Trägheit und der Wollust, auf altertümlichen Schriftbändern benannt. Hoch oben blicken drei Tugenden aus einer Wolkenbank herab. Beraten von ihrem Hofdichter Paride da Ceresara schrieb Isabella ihren Malern genau vor, was das Bild aufnehmen sollte, bis hin zu den Namen der Laster auf den Bändern.




