
Eugène Louis Boudin · PD
Hafen von Trouville
Details
Die Geschichte
Nach Edinburgh kam diese kleine Holztafel erst 1979. Agnes Anderson hatte sie der schottischen Nationalgalerie vermacht, übergeben wurde sie aber aus dem Nachlass ihrer Tochter Jessie Agnew. Gemalt hat Boudin sie 1873 in Trouville, ein Stück westlich seiner Heimatstadt Honfleur an der normannischen Küste. Die meisten Pariser kannten Trouville damals als mondänes Seebad. Boudin zeigt hier den Hafen an der Mündung der Touques, wo die Fischerboote seit 1842 an einer steinernen Kaimauer festmachen konnten, statt im Flussbett zu liegen. Der Horizont liegt tief, Stadt und Masten schrumpfen zu einem schmalen Streifen. Darüber nehmen die Wolken fast die ganze Tafel ein, und derselbe Wind bläht die Segel der Schiffe im Hafen und vor der Einfahrt.




