
Ulanen treiben eine Pferdeherde von Honvéd-Husaren weg
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Die Geschichte
Als Franz Adam dieses Bild 1863 in München malte, lag der Krieg, an den es erinnert, schon über ein Jahrzehnt zurück. 1848 erhob sich Ungarn gegen die Habsburger, und seine rasch aufgestellte Nationalarmee, die Honvéd, stützte sich auf die Husaren, die leichte Reiterei, die der Stolz des Landes war. 1849 wurde der Aufstand mit russischer Hilfe niedergeschlagen, und Ungarn geriet unter die direkte Herrschaft Wiens. Adam, der zeitlebens Pferde und Soldaten malte, wählte den unheroischsten Moment, den er finden konnte. Keine Attacke, kein Aufeinanderprallen der Linien. Für einen Husaren war das Pferd sein Auskommen und sein Ansehen, das, was ihn überhaupt zum Husaren machte. Genau diesen Verlust zeigt das Bild: kaiserliche Ulanen treiben eine erbeutete Herde über offenes Feld davon, während die abgesessenen Husaren nur zusehen können.