
Urban VIII. besucht den Gesù zur Hundertjahrfeier des Jesuitenordens
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Die Geschichte
Ein rotes Banner hängt von der Kuppel herab, darauf Ignatius von Loyola und Franz Xaver, und deshalb hielten Inventare des 19. Jahrhunderts dieses Bild für die Heiligsprechung des Ignatius. Gemeint ist ein anderer Tag. Am 2. Oktober 1639 kam Papst Urban VIII. in den Gesù, die Hauptkirche der Jesuiten in Rom, zur Hundertjahrfeier des Ordens. Gewünscht hatte das Fest sein Neffe, Kardinal Antonio Barberini, und die Ausstattung übertrug er seinem Hausmaler Andrea Sacchi, der die Kirche mit Seide und mit Tapisserien aus der Sammlung des Kardinals behängte. In der Mitte steht die Familie Barberini, der Papst mit seinem Bruder Antonio dem Älteren, die beiden Kardinalnepoten Antonio und Francesco, der dem Papst den Jesuitengeneral Muzio Vitelleschi vorstellt, und Fürst Taddeo mit seinem Sohn Maffeo. Gemalt haben es drei. Das Inventar des Kardinals von 1671 schreibt die Perspektive Filippo Gagliardi zu, die Hauptfiguren Sacchi und den Rest dem Flamen Jan Miel. Die beiden schwarz gekleideten Männer neben Kardinal Antonio sind wohl Sacchi und Gagliardi selbst. Das Museum datiert das Bild auf 1641. Eine Zahlung vom November jenes Jahres betrifft das Gemälde, eine vom April 1642 eine Kopie, die Sacchi anfertigen ließ, und nach Ann Sutherland Harris ist es wahrscheinlich diese Kopie, die wir hier sehen.
