
Blumenvase in einem Fenster
Details
Die Geschichte
Ganz unten links auf dem Fenstersims steht ein winziges Monogramm, ein A, in das ein kleineres B gesetzt ist. Bosschaert übernahm die Form von Albrecht Dürer, der ein Jahrhundert zuvor mit einem A und eingeschriebenem D signiert hatte. Dürer hat nie Blumenstillleben gemalt, doch sein genauer Blick auf die Natur war für ihn das große Vorbild. Das Bild entstand um 1618, als die Tulpe in Holland noch eine Rarität war. In dem gläsernen Becher stecken 30 Blumenarten, die meisten fremd und selten, jede so genau gemalt, dass man sie sofort bestimmen kann. Sein Fach hatte Bosschaert in Middelburg gefunden, wo damals viele Botaniker und Gartenliebhaber lebten. Hinter dem Strauß öffnet sich die steinerne Nische auf eine weite Landschaft mit einem gewundenen Fluss, und nach Angaben des Mauritshuis hat kein anderer Blumenmaler seine Sträuße vor eine Landschaft gestellt.

