
Hanna Hirsch-Pauli (Q436803) · PD
Venny Soldan-Brofeldt, Künstlerin
Details
Die Geschichte
Mitte der 1880er Jahre gingen junge nordische Malerinnen nach Paris, um in Ateliers zu lernen, die Frauen endlich zuließen. Die Schwedin Hanna Hirsch, damals Anfang zwanzig, teilte sich in Montparnasse eines mit der Finnin Venny Soldan. Dies ist das Bildnis, das sie von der Freundin malte. Soldan sitzt unmittelbar auf dem Atelierboden, die Beine ausgestreckt, die Ärmel hochgeschoben, die Hände in einem Klumpen Ton, mitten im Denken erwischt statt in Positur gesetzt. Als es zu sehen war, empfand man es als unschicklich, eine Frau aus gutem Haus so zu zeigen, ohne feines Kleid und Haltung. 1911 kaufte das Kunstmuseum Göteborg das Bild, wo es bis heute hängt.
