
Jean-Baptiste Camille Corot · PD
Venus stutzt Amor die Flügel
Details
Die Geschichte
Als erster Besitzer ist Arthur Stevens belegt, ein belgischer Kunsthändler und Bruder des Malers Alfred Stevens. Er hatte das Bild 1875, in Corots Todesjahr, in Brüssel. Rund 20 Jahre blieb es in Belgien, zuerst beim Maler Alfred de Knyff, dann beim Brüsseler Sammler Émile Dekens. 1897 verkaufte es der Pariser Händler Durand-Ruel an Henry Osborne Havemeyer, den New Yorker Zuckerfabrikanten, der allerdings für einen Freund kaufte. Oliver Hazard Payne war als Schatzmeister von Standard Oil reich geworden, blieb unverheiratet und ließ sich von Havemeyer beim Bilderkauf beraten. Nach Paynes Tod 1917 erbte sein Neffe Harry Payne Bingham das Gemälde, und es blieb bis 1987 in der Familie. Dann kam es als anonyme Schenkung zum Gedenken an Bingham ins Museum. Venus kniet mit entblößtem Oberkörper auf einer Wiese und hält Amor eine Frucht hin. Während er darauf schaut, greift ihre andere Hand mit einer kleinen Schere hinter seinen Rücken, nach den Flügeln. Das Museum datiert das Bild auf etwa 1870 bis 1873.




