
Venus überbringt Aeneas die Waffen
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Die Geschichte
Im achten Buch von Vergils Aeneis ist Aeneas in Italien angekommen, und ein Krieg gegen die Latiner und ihren Anführer Turnus steht bevor. Seine Mutter Venus lässt von ihrem Gatten Vulkan, dem Schmied der Götter, neue Waffen schmieden, bringt sie dem Sohn in ein stilles Tal und lehnt sie an eine Eiche. Giordano hat die Eiche ernst genommen. Helm, Messingharnisch und Beinschienen lehnen am Stamm und hängen daran, sodass der Baum beinahe selbst die Rüstung zu tragen scheint. Über das polierte Metall läuft Licht, das gleich wieder ins Dunkel kippt. Der Schild, dem Vergil rund 100 Verse widmet, zeigt in getriebenen Bildern die ganze künftige Geschichte Roms. Giordano malte die über zwei Meter hohe Leinwand um 1680 bis 1682. Spätestens 1888 hing sie in der Galerie der Großherzöge von Oldenburg. Wie sie dorthin kam, weiß niemand. 1924 wurde sie in Amsterdam versteigert, später besaß sie der amerikanische Sammler Walter P. Chrysler Jr., und 1984 kaufte das Museum in Boston das Bild.




