
Vision der heiligen Genoveva
Details
Die Geschichte
Alles auf diesem Bild ist in Blau getaucht, der Himmel, der dunkle Hügelkamm, die Wiese in der Dämmerung. Davor steht ein barfüßiges Mädchen in weißer Bluse und blauem Rock, die Hände gefaltet, das Gesicht erhoben, einen blassen Heiligenschein um den Kopf. Ein Schaf drängt sich an sie, weiter hinten liegt eine Herde. Als die fast zweieinhalb Meter hohe Leinwand 1892 in Paris ausgestellt wurde, hieß sie nur „Vision“. Erst bei einer erneuten Ausstellung 1899 wurde das Thema benannt, eine Vision der heiligen Genoveva, der Schutzpatronin von Paris, die der Legende nach als Kind in Nanterre Schafe hütete. Zeitgenossen sahen darin eher einen Seelenzustand als eine Szene. 1977 schenkte Yolande Osbert, die Tochter des Malers, das Bild dem Staat und behielt sich die Nutzung auf Lebenszeit vor.
