Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?

Paul Gauguin · PD

Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir?


Details

Künstler
Paul Gauguin
Jahr
1897
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
139,1 × 374,6 cm

Die Geschichte

Ende 1897 saß Paul Gauguin verarmt und krank auf Tahiti. Kurz zuvor hatte ihn die Nachricht erreicht, dass seine Lieblingstochter Aline mit 19 Jahren gestorben war. In dieser Verzweiflung malte er in wenigen Wochen ein riesiges Bild von fast vier Metern Breite, das er als eine Art Vermächtnis verstand. Danach, so berichtete er selbst, ging er in die Berge und versuchte, sich mit Arsen das Leben zu nehmen. Er überlebte. Das Bild liest sich von rechts nach links, wie eine Schrift des Ostens. Rechts liegt ein schlafender Säugling, in der Mitte pflückt ein Mensch eine Frucht, links kauert eine alte Frau, die dem Tod nahe ist. Dahinter steht ein blaues Götterbild mit erhobenen Armen. In die obere Ecke schrieb Gauguin auf Französisch die drei Fragen, die dem Bild den Namen gaben. Es ist keine Szene aus dem wirklichen Tahiti, sondern ein Traum davon, den Gauguin sich aus Sehnsucht nach einem verlorenen Paradies zusammensetzte.

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