
Piet Mondrian · PD
Windmühle
Details
Die Geschichte
Um 1917 half Piet Mondrian, De Stijl aus der Taufe zu heben, die niederländische Zeitschrift und Bewegung, die die Kunst zu flächigen Farbfeldern und geraden schwarzen Linien trieb. Umso überraschender ist im selben Jahr diese dunkle, hart beleuchtete Windmühle, die dem Betrachter beinahe entgegenwächst. 1914 war er in die Niederlande gereist, um seine Familie zu besuchen, und der Krieg schloss hinter ihm die Grenzen und hielt ihn bis 1919 von Paris fern. Zurück unter den holländischen Mühlen, die er Jahre zuvor gemalt hatte, griff er das alte Motiv wieder auf und stellte sich fast unter die Mühle. Er sagte, eine solche Mühle sei gerade deshalb schön, weil sie zu nah stehe, um sie als Ganzes zu erfassen, weil sie sich keiner gewöhnlichen Perspektive füge und ihn zu einer freieren Ausdrucksweise zwinge. Dieser Druck, ein alltäglicher Gegenstand so nah ans Auge gerückt, dass er zu verflachen beginnt, führt weiter zu den reinen Rastern, für die man ihn kennt. Heute hängt das Bild in Dallas, eine Schenkung der Sammlerin Margaret McDermott.




