
Anthony van Dyck · PD
Wolfgang Wilhelm, Herzog von Pfalz-Neuburg
Details
Die Geschichte
1613 konvertierte Wolfgang Wilhelm, Erbe des kleinen Herzogtums Pfalz-Neuburg, heimlich in München zum Katholizismus, heiratete Magdalene von Bayern und machte den Übertritt im Mai darauf in Düsseldorf öffentlich. Sein Vater Philipp Ludwig, überzeugter Lutheraner, nahm es schwer. Der Konfessionswechsel brachte ihn aus dem protestantischen ins katholische Lager, und er zahlte sich aus. 1615 bekam er den Orden vom Goldenen Vlies, 1624 machte Philipp IV. ihn zum Granden von Spanien. In Neuburg wurde der Katholizismus verpflichtend, Beamte konvertierten oder verließen das Land.
Van Dyck malte ihn um 1628 in Antwerpen, ganzfigurig und in Schwarz, in einem Format, das Souveränen vorbehalten war. Der Hund neben ihm ist keine Staffage. Wolfgang Wilhelm züchtete Jagdhunde und Doggen und ließ sich mit einem seiner eigenen Tiere darstellen. Von dem Bildnis entstanden Fassungen und Kopien, die er weitergab.
1806 kam die Leinwand mit der Düsseldorfer Galerie nach Bayern. Heute hängt sie im Schloss von Neuburg an der Donau, wo er 1578 geboren wurde.




