
Junger Kentaur
Details
Die Geschichte
Im Dezember 1736 stieß Monsignore Giuseppe Alessandro Furietti, ein Prälat aus Bergamo, der in der Hadriansvilla bei Tivoli graben ließ, auf diesen Kentauren und einen älteren Gefährten. Sie wurden der Stolz seiner Sammlung, und er behielt sie. Papst Benedikt XIV., der damals das neue Museum auf dem Kapitol füllte, hatte wohl auf ein Geschenk gehofft, das nie kam, und solange Benedikt regierte, blieb Furietti der Kardinalshut versagt. Er erhielt ihn erst 1759 vom nächsten Papst, Clemens XIII. Fast 30 Jahre standen die Kentauren in Furiettis Räumen in Rom. Nach seinem Tod verkauften die Erben sie mitsamt einem Mosaik aus derselben Grabung, und 1765 schenkte Clemens XIII. sie dem Kapitolinischen Museum.
Dieser hier ist jung und lacht. Über dem linken Arm hängt ein kleines Tierfell, in der Rechten hält er einen knorrigen Hirtenstab, ein Zeichen aus der Welt des Dionysos, und an der Stütze unter seinem Bauch sind ein Pinienzweig und eine Panflöte gemeißelt. Wie sein Gefährte ist er aus einem seltenen dunkelgrauen Marmor gehauen, der am Kap Tainaron gebrochen wurde, der Südspitze des griechischen Festlands. Das Mosaik, das mit ihnen kam, mit Tauben, die aus einer Schale trinken, befindet sich ebenfalls in diesem Gebäude.
