
Die Geschichte
Auf der Berliner Museumsinsel, einer Gruppe großer Museen auf einer Landzunge in der Spree, gleicht ein Gebäude einem griechischen Tempel auf hohem Sockel, mit einem bronzenen König zu Pferd, der die Freitreppe hinaufreitet. Das ist die Alte Nationalgalerie, entworfen von Friedrich August Stüler und 1876 eröffnet, um Kunst des 19. Jahrhunderts aufzunehmen, ein Grundstock, den ein Bankier stiftete.
Im Innern ist das Herz der Sammlung die deutsche Malerei jenes Jahrhunderts. Caspar David Friedrichs stille, geistvolle Landschaften sind hier, ebenso Adolph Menzel, dessen Flötenkonzert Friedrich den Großen zeigt, wie er im Kerzenlicht seines Potsdamer Schlosses spielt.
Die Galerie greift auch nach Frankreich aus, mit Manet, Monet und Renoir, früh von einem kühnen deutschen Direktor erworben, als der offizielle Geschmack in Berlin sie noch ablehnte. Ein Saal birgt Arnold Böcklins unheimliche Toteninsel, ein Boot, das eine verhüllte Gestalt zu einem Felsen mit dunklen Zypressen trägt, ein Bild, das die Berliner um 1900 als Druck in ihren Stuben aufhängten.
Sammlung
41 Werke
Das SchachspielJohann Erdmann Hummel, 1818
Das LesekabinettJohann Peter Hasenclever, 1843
Gotischer Dom am WasserKarl Friedrich Schinkel, 1813
Die GänserupferinnenMax Liebermann, 1870
Häuser in ArgenteuilClaude Monet, 1873
Mittelalterliche Stadt an einem FlussKarl Friedrich Schinkel, 1815
Saint-Germain-l'AuxerroisClaude Monet, 1867
SommerClaude Monet, 1874
Blick in Griechenlands BlüteAugust Ahlborn, 1836
Blick auf VétheuilClaude Monet, 1880
Der Nachmittag der Kinder in WargemontPierre-Auguste Renoir, 1884
Le Moulin de la GaletteVincent van Gogh, 1886
MorgenKarl Friedrich Schinkel, 1813
Das RiesengebirgeCaspar David Friedrich, 1830
Villa in HilversumMax Liebermann, 1901
Das Haus in RueilÉdouard Manet, 1882