
Die Geschichte
Um 1440, während in Basel Kirchenmänner aus ganz Europa zum Konzil versammelt waren, entstand an der Friedhofsmauer des Dominikanerklosters der Stadt ein Totentanz. Papst, Kaiser, Kaufmann und Bettler reichten jeweils einem grinsenden Leichnam die Hand, rund 40 Paare auf etwa 60 Metern, und 1568 erneuerte der Maler Hans Hug Kluber die gesamte Folge. Als die Mauer 1805 abgerissen wurde, rettete man 19 Fragmente. Sie bilden heute das Herzstück des Historischen Museums Basel, gezeigt zusammen mit kleinen Kopien des ganzen Reigens.
Das Hauptgebäude des Museums ist selbst eine Kirche. Die Barfüsserkirche, nach einem Brand 1298 für die Franziskaner errichtet, die man Barfüßer nannte, ist eine hohe gotische Halle. Nach der Reformation nutzte die Stadt sie als Warenlager und später als Salzlager, und zwischen 1890 und 1894 wurde sie zum Museum umgebaut.
Der andere große Schatz des Hauses ist der Basler Münsterschatz, die Reliquiare und Gefäße der Kathedrale aus Gold und Silber. Er überstand die Reformation unversehrt und wurde 1833 geteilt, als sich die Landschaft als Kanton Basel-Landschaft abspaltete und einen Anteil beanspruchte. Der neue Kanton versteigerte seinen Teil 1836, und Stücke gelangten in Museen von London bis Sankt Petersburg. Das berühmteste unter ihnen, die goldene Altartafel, eine Stiftung Kaiser Heinrichs II., befindet sich heute in Paris im Musée de Cluny, während die Stücke, die Basel behielt, hier ausgestellt sind.
