Kunstgalerie Christchurch

Kunstgalerie Christchurch

Christchurch, Neuseeland · Website


Die Geschichte

Am 22. Februar 2011 verwüstete ein Erdbeben die Innenstadt von Christchurch, und die Kunstgalerie der Stadt wurde zu ihrer Einsatzzentrale. Sieben Monate lang beherbergte der gläserne Bau, entworfen vom Architekturbüro Buchan Group und 2003 eröffnet, das Hauptquartier des Katastrophenschutzes. Danach blieb er fast fünf Jahre geschlossen.

Die Reparatur reichte bis in den Boden. Bodenverflüssigung hatte das Erdreich darunter verschoben, also richteten Ingenieure das Gebäude wieder aus und setzten es auf 140 Erdbebenisolatoren, Lager, die es bei einem Beben bis zu 600 Millimeter in jede Richtung gleiten lassen. Am 19. Dezember 2015 öffnete die Galerie wieder. Ihr Māori-Name Te Puna o Waiwhetū wird meist mit Quelle des Lichts übersetzt.

Seit 1932 war die Sammlung der Stadt in der Robert McDougall Art Gallery im Botanischen Garten untergebracht, und neuseeländische Kunst bildet bis heute ihren Kern. Sehenswert sind die Ansichten der Otira-Schlucht des in den Niederlanden geborenen Malers Petrus van der Velden, tosende Gebirgsbäche, zu denen er nach seinem ersten Besuch 1891 immer wieder zurückkehrte. Ein viel kleinerer Schatz stammt aus dem Goldenen Zeitalter der Niederlande. Gerrit Dou, Rembrandts frühester Schüler, malte 1653 Der Arzt auf Kupfer, einen Doktor, der ein Glas mit Urin gegen das Licht hält, während eine Frau neugierig hinüberschaut. Eine weitere Fassung hängt in Wien. Das Bild in Christchurch kam 1965 in die Galerie, als Vermächtnis des örtlichen Architekten Heathcote Helmore, nach Jahrzehnten im Besitz seiner Familie.

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