Stiftung Sammlung E. G. Bührle

Stiftung Sammlung E. G. Bührle

Zürich, Schweiz · Website


Die Geschichte

An einem Sonntagnachmittag im Februar 2008 betraten drei maskierte Männer diese Zürcher Villa, hielten das Personal mit vorgehaltener Waffe in Schach und trugen vier Gemälde zu einem wartenden Auto hinaus. Es war einer der größten Kunstraube, die je verzeichnet wurden: ein Cézanne, ein Monet, ein van Gogh und ein Degas, zusammen mit mehr als 160 Millionen Dollar bewertet. Der Monet und der van Gogh tauchten Tage später in einem Auto auf, das vor einer nahen psychiatrischen Klinik parkte, und der Cézanne, Der Knabe mit der roten Weste, kam vier Jahre danach in Belgrad wieder zum Vorschein.

Die Gemälde stammten alle von einem Mann, Emil Bührle, einem in Deutschland geborenen Industriellen, der von Zürich aus während und nach dem Zweiten Weltkrieg mit Waffen ein Vermögen machte und es für französische Impressionisten ausgab. Dieses Vermögen und die Herkunft mancher Bilder haben die Sammlung unter Beobachtung gehalten. Mehrere Werke waren jüdischen Eigentümern unter den Nazis entzogen worden, und die Fragen um sie sind nie ganz zur Ruhe gekommen.

Seit 2021 hängt der Kern der Sammlung in einem Erweiterungsbau des Kunsthaus Zürich, des wichtigsten Kunstmuseums der Stadt, wo die Wandtexte nun die Geschichte jedes Gemäldes neben seine Schönheit stellen.

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Sammlung

16 Werke