
Die Geschichte
Dieses Museum in Haarlem liegt in einem ehemaligen Armenhaus für alte Männer, 1609 erbaut, und dieser Ort gehört zu seiner besten Geschichte. 1664, gegen Ende seines Lebens und etwa 80 Jahre alt, malte Frans Hals die Männer und Frauen, die eben diese Einrichtung verwalteten, die Regenten und Regentinnen des Altmännerhauses. Jene beiden Gruppenporträts hängen heute in dem Gebäude, in dem die Dargestellten einst das Sagen hatten.
Hals war der große Porträtist der Haarlemer Bürger, und das Museum bewahrt auch seine großen Schützenstücke, Bankette der Bürgerwehr von 1616 und 1627, bei denen Offiziere in Schärpen sich um einen Tisch lehnen und zuprosten. Er malte Gesichter mit raschen, lockeren Strichen, die aus der Nähe fast unfertig wirken und aus wenigen Schritten Entfernung zum Leben erwachen.
Das Frans Hals Museum besitzt diese Werke seit 1913, neben anderen niederländischen Malern des Goldenen Zeitalters aus der Stadt. Wer nahe an die Regentinnen tritt, sieht, wie dünn die Farbe ist, rasch aufgetragen von der Hand eines alten Mannes.
Sammlung
11 Werke
Die Regentinnen des AltmännerhausesFrans Hals, 1664
Das Bankett der Offiziere der St.-Georgs-Schützengilde von 1616Frans Hals, 1616
Der heilige Lukas malt die MadonnaMaarten van Heemskerck, 1532
Der fröhliche ZecherJudith Leyster, 1629
Das Bankett der Offiziere der Bürgerwehr der BüchsenschützenFrans Hals, 1627
Die Regenten des AltmännerhausesFrans Hals, 1664
Die ZeichenschuleMichiel Sweerts, 1656
Bankett der Offiziere der St.-Georgs-BürgerwehrFrans Hals, 1627
Die Offiziere der St.-Georgs-Schützengilde von 1639Frans Hals, 1639
Bildnis der Cornelia Claesdr VooghtFrans Hals, 1631
Die Offiziere der St.-Adrians-Schützengilde 1633Frans Hals, 1633