
Die Geschichte
Das letzte Stück zum Getty legt man ohne Auto zurück. Man parkt am Fuß eines Hügels in Brentwood, und eine fahrerlose Bahn trägt einen hinauf durch die Santa Monica Mountains zu einer weißen Stadt auf dem Kamm, mit dem ganzen Becken von Los Angeles darunter ausgebreitet.
Das Geld kam aus dem Öl. J. Paul Getty gehörte zu den reichsten Männern des 20. Jahrhunderts, und die Stiftung, die er hinterließ, baute dieses Gelände und hält den Eintritt frei, sodass jeder vom Hügel her hereinspazieren kann. Richard Meier verkleidete es mit über einer Million Quadratmetern rauem italienischem Travertin, dessen heller Stein noch versteinerte Blätter und Muscheln zeigt, und 1997 wurde es nach Jahren der Verzögerung eröffnet.
Drinnen hängen van Goghs Schwertlilien, gemalt im Garten der Heilanstalt von Saint-Rémy, dazu Rembrandt, Turner und eine tiefe Sammlung illuminierter Handschriften. Draußen legte der Künstler Robert Irwin einen lebendigen Garten an, der in einer Spirale aus Azaleen eine Schlucht hinabläuft und sich mit den Jahreszeiten immer weiter verändern soll, statt je fertig zu sein.
Sammlung
55 Werke
Der Canal Grande in Venedig vom Palazzo Flangini bis zum Campo San MarcuolaCanaletto, 1738
Die italienischen KomödiantenJean-Antoine Watteau, 1720
Maria mit Kind, der heiligen Elisabeth und Johannes dem TäuferBronzino, 1542
Junge Italienerin an einem TischPaul Cézanne, 1897
Die Grotte von Sarrazine bei Nans-sous-Sainte-AnneGustave Courbet, 1864