
Die Geschichte
Wer in Groningen im Norden der Niederlande aus dem Bahnhof tritt, begegnet dem Museum noch vor der Stadt: eine Ansammlung bunter, miteinander streitender Pavillons auf einer eigenen Insel im Kanal, einer davon ein goldverkleideter Zylinder. Dieser bewusst provokante Bau wurde 1994 eröffnet, koordiniert vom italienischen Designer Alessandro Mendini, unter Beteiligung anderer wie Philippe Starck, und er spaltete die Meinungen in der Stadt vom ersten Tag an.
Drinnen ist die Sammlung ruhiger und vielfältiger, als die Hülle vermuten lässt. Es gibt Regionalgeschichte, eine starke Gruppe von Gemälden der Künstlervereinigung De Ploeg, der Groninger Expressionisten des frühen 20. Jahrhunderts, sowie chinesisches und japanisches Porzellan, das aus gesunkenen Handelsschiffen geborgen wurde.
Alte Meister und Kunsthandwerk füllen den Rest, sodass ein Besuch zwischen dem großen Auftritt des Gebäudes und stillen Räumen mit regionaler Malerei und Keramik hin und her wechselt.
