
Die Geschichte
Ein Besuch im Museo Correale endet im Garten, auf einer Aussichtsterrasse mit freiem Blick über den Golf von Neapel. Die Villa dahinter, die Villa alla Rota, gehörte jahrhundertelang den Grafen Correale di Terranova, einer alten Familie aus Sorrent. Die beiden letzten Brüder, Alfredo und Pompeo, reisten viel und bewunderten die Museen, die private Sammler im späten 19. Jahrhundert überall in Europa gründeten. In ihren 1902 veröffentlichten Testamenten bestimmten sie, dass alles Gesammelte unter dem Familiennamen beisammenbleiben sollte. Ein königliches Dekret gründete das Museum 1904, eröffnet wurde es im Mai 1924.
Die 24 Räume auf vier Etagen folgen bis heute dem Geschmack der Brüder. Im ersten Stock hängen neapolitanische Malerei vom 16. bis 18. Jahrhundert und flämische Bilder, dazu kommt ein Spiegelsaal. Der zweite Stock gehört den neapolitanischen Stillleben, der dritte dem Porzellan aus Meißen, Sèvres, Wien und der neapolitanischen Manufaktur Capodimonte. Uhren, einheimische Intarsienarbeiten und Ausgaben von Torquato Tasso, dem in Sorrent geborenen Dichter der Renaissance, runden die Sammlung ab. Amedeo Maiuri, der Archäologe, der die Grabungen in Pompeji und Herculaneum leitete, nannte es das schönste Provinzmuseum Italiens, und seit 2024 ist im Untergeschoss zudem eine neue archäologische Abteilung zugänglich.
