
Die Geschichte
San Marco ist fast aus Versehen ein Museum. Es war ein tätiges Dominikanerkloster, und in den 1440er-Jahren war einer der Mönche Fra Angelico, einer der feinsten Maler der Frührenaissance, der seine Wände für seine Brüder ausmalte und nicht für irgendein Publikum.
Oben birgt jede der kleinen Schlafzellen ein einziges stilles Fresko, eine Kreuzigung oder eine Geburt Christi, schlicht gemalt, damit ein Mönch ungestört davor beten konnte. Am oberen Ende der Treppe wartet seine Verkündigung, Engel und Maria, die sich unter einer schmucklosen Gewölbeloggia zueinander verneigen, eines der meistreproduzierten Bilder der italienischen Kunst. Weil die Fresken noch an den Wänden sind, für die sie geschaffen wurden, begegnet man ihnen genau dort, wo sie gesehen werden sollten.
Später erlangte das Kloster einen dunkleren Ruhm. Sein Prior in den 1490er-Jahren war Girolamo Savonarola, der Prediger, der kurz über Florenz herrschte und Luxusgüter in seinen Scheiterhaufen der Eitelkeiten verbrannte, bevor er 1498 selbst auf dem Platz gehängt und verbrannt wurde. Seine Zelle und einige seiner Habseligkeiten sind noch zu sehen.
Sammlung
15 Werke
Kreuzabnahme ChristiFra Angelico, 1432
San-Marco-AltarFra Angelico, 1440
Das Jüngste GerichtFra Angelico, 1425
Triptychon von San Pietro MartireFra Angelico, 1428
SilberschrankFra Angelico, 1451
Beweinung ChristiFra Angelico, 1436
Tabernakel der LinaioliFra Angelico, 1432
Darstellung Jesu im TempelFra Angelico, 1441
Altarbild von Bosco ai FratiFra Angelico, 1450
Kommunion der ApostelFra Angelico, 1440
Altarbild der Bruderschaft des Heiligen FranziskusFra Angelico, 1430
Der heilige Dominikus verehrt die KreuzigungFra Angelico, 1443
Die Grablegung der Heiligen Kosmas und DamianFra Angelico, 1443
Die Heilung Justinians durch die Heiligen Kosmas und DamianFra Angelico, 1439
Die Namensgebung Johannes des TäufersFra Angelico, 1428