
Die Geschichte
Bologna besaß eine der bedeutendsten Malschulen Italiens, und diese Galerie, in einem ehemaligen Jesuitengebäude neben dem alten Universitätsviertel, erzählt ihre Geschichte der Reihe nach. Sie reicht von gotischen Tafeln auf Goldgrund und einem Polyptychon Giottos bis zu den lokalen Meistern des 17. Jahrhunderts.
Der Schwerpunkt liegt bei der Familie Carracci und ihren Schülern, den Malern, die sich um 1600 gegen die manieristische Künstlichkeit wandten und etwas Unmittelbareres suchten. Aus ihrem Kreis ging Guido Reni hervor, von dem mehrere große Leinwände hier hängen, darunter ein Bethlehemitischer Kindermord.
Das mit Abstand berühmteste Werk stammt gar nicht aus Bologna. Raffael malte seine Ekstase der heiligen Cäcilia um 1515 für eine Kapelle in der Stadt und zeigt die Schutzpatronin der Musik, wie ihr beim Lauschen eines Engelchors eine Orgelpfeife aus den Händen gleitet. Zu ihren Füßen liegen zerbrochene Instrumente, der irdische Klang zugunsten des himmlischen aufgegeben.
Sammlung
8 Werke
Die Ekstase der heiligen CäciliaRaffael, 1514
Der bethlehemitische KindermordGuido Reni, 1611
Das AbendmahlEl Greco, 1568
Madonna in der Glorie mit HeiligenPietro Perugino, 1500
Susanna und die AltenArtemisia Gentileschi, 1652
Die letzte Kommunion des heiligen HieronymusAgostino Carracci, 1592
HeimsuchungJacopo Tintoretto, 1549
Christus und der gute SchächerTizian, 1566