
Die Geschichte
Elf Jahre lang war das Königliche Museum der Schönen Künste in Antwerpen geschlossen. Es schloss 2011 für eine eigentlich kürzer geplante Überholung und öffnete erst 2022 wieder, nachdem Architekten die alten Innenhöfe ausgehöhlt und hohe weiße Säle in die Mitte des Baus aus den 1890er Jahren gesetzt hatten, ohne die prächtige Fassade anzurühren.
Was es hütet, ist flämische Malerei über sechs Jahrhunderte, von den Goldgrundtafeln der frühen Meister Jan van Eyck und Hans Memling bis zu den großen barocken Altarbildern von Peter Paul Rubens, Antwerpens eigenem Maler, der wenige Schritte entfernt eine geschäftige Werkstatt führte. Alte und neue Säle verbindet ein Flügel, der James Ensor gewidmet ist, dem seltsamen Maler aus Ostende, dessen Gedränge aus Karnevalsmasken und Skeletten das Museum in größerer Zahl besitzt als irgendwo sonst.
Die in das Dach geschnittenen weißen Räume sind von oben belichtet und mit moderner belgischer Kunst behängt, sodass der Besucher von Memlings stillen Madonnen in den alten Sälen hinauf ins Tageslicht und zu Ensors grinsenden Masken steigt, alles in einem Gebäude, das ein Jahrzehnt lang von innen nach außen gekehrt war.
Sammlung
41 Werke
Beweinung ChristiAnthonis van Dyck, 1635
Beweinung ChristiAnthonis van Dyck, 1629
Die AusternesserinJames Ensor, 1882
Der verlorene SohnPeter Paul Rubens, 1618
SchmerzensmannJames Ensor, 1891
Bildnis des Eleazar SwalmiusRembrandt, 1637
SelbstbildnisJean-Auguste-Dominique Ingres, 1864
Stephanus Geeraerdts, Schöffe von HaarlemFrans Hals, 1650
Die Taufe ChristiPeter Paul Rubens, 1604
Der FischerjungeFrans Hals, 1630
Die Dächer von OstendeJames Ensor, 1884
Blumen in einer VaseJan Brueghel der Ältere, 1620
Minerva besucht die MusenHendrick van Balen der Ältere, 1617
Der bürgerliche SalonJames Ensor, 1881
Joannes Gaspard Gevartius (1593-1666)Peter Paul Rubens, 1628
Ansicht von Vlissingen, leuchtende Wellen und VibrationenJames Ensor, 1890