San Giorgio in Braida

San Giorgio in Braida

Verona, Italien


Die Geschichte

Vom Ufer der Etsch, des Flusses von Verona, sieht man die Kuppel von San Giorgio in Braida über dem linken Ufer im Viertel Veronetta aufragen. Entworfen hat sie Michele Sanmicheli, der bedeutendste Renaissancearchitekt Veronas, der sein Handwerk in Rom gelernt hatte. Die Kirche darunter wurde ab etwa 1480 für die Kanoniker von San Giorgio in Alga, einen venezianischen Orden, neu errichtet, an der Stelle eines 1046 gegründeten Benediktinerklosters.

Der Grund, warum Kunstfreunde den Fluss überqueren, ist der Hochaltar. Mitte der 1560er-Jahre malte Paolo Veronese, gebürtiger Veroneser, der damals längst in Venedig lebte, das Martyrium des heiligen Georg für die Apsis. Der Heilige kniet vor dem heidnischen Götzenbild, das er nicht anbeten will, während sich über ihm der Himmel mit der Muttergottes und Heiligen öffnet. 1797 brachten französische Truppen das Bild nach Paris, nach dem Sturz Napoleons kehrte es zurück. Im Ersten Weltkrieg wurde es zur Sicherheit nach Florenz gebracht.

Der Rest der Kirche ist eine kleine Galerie der Malerei aus Verona und darüber hinaus. Über dem Eingang hängt eine Taufe Christi von Tintoretto, die Seitenkapellen bergen Altarbilder der Veroneser Maler Girolamo dai Libri und Giovanni Francesco Caroto, und unter der Sängerempore hängt eine Madonna mit Heiligen von Moretto da Brescia. Die alten Orgelflügel von Romanino, einem weiteren Maler aus Brescia, hängen heute an einander gegenüberliegenden Wänden.

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