
Martinskirche in Aalst
Aalst, Belgien
Die Geschichte
Eris in peste patronus, du wirst der Schutzpatron in der Pest sein. Diese lateinischen Worte stehen auf einer Tafel im Altarbild, das Peter Paul Rubens zwischen 1623 und 1626 für diese Kirche malte und in dem Christus den heiligen Rochus, den Pilgerheiligen, den man gegen die Pest anrief, zum Beschützer der unten wartenden Kranken bestimmt. Die Bruderschaft des heiligen Rochus, eine Laienbruderschaft in Aalst, gab es für ihren Altar in Auftrag, dazu gehörten eine kleine Madonna als Bekrönung und zwei Predellaszenen, alles aus Rubens' Werkstatt.
Die Martinskirche in Aalst ist eine lebendige gotische Pfarrkirche, um 1480 begonnen, und der Rubens ist ihr bekanntester Schatz. Ein weiterer ist der hohe steinerne Sakramentsturm, den der Brüsseler Bildhauer Hieronymus Duquesnoy der Ältere 1604 schuf. Das Altarbild hat die Kirche nur selten verlassen. Französische Revolutionskommissare brachten es 1794 nach Paris, nach Napoleons Sturz kehrte es zurück.
Die Kirche wird seit 2003 abschnittsweise restauriert, und im November 2023 kam das gut vier Meter hohe Gemälde zur Reinigung und Untersuchung an das Königliche Institut für das Kunsterbe in Brüssel. Zurückkehren soll es, sobald die Arbeiten in der Kirche abgeschlossen sind.
